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Im letzten Jahrhundert hat sich die Transfusionsmedizin zu einer semi-klinischen Disziplin entwickelt. Im Gegensatz zu anderen prä- und paraklinischen Fachgebieten geht es in diesem Zusammenhang nicht nur um Patientenproben, sondern auch um Blutspender.

Für den Blutspender führen Blutbanken einfache Verfahren wie Screening und Vollblutentnahme bis hin zu komplexen Verfahren wie Apherese, Stammzellenentnahme, Nabelschnurentnahme sowie Inaktivierung von Plasma- und Thrombozytenpathogenen durch. Viele Zentren greifen sogar auf komplexe Verfahren, wie therapeutische Apherese und Austauschverfahren bei stationären Patienten, zurück.

 

Referenz:
N. Choudhury. Transfusion Medicine in the year 2025: Facts or Fantasy? Asian J Transfus Sci. 2008 Jan; 2(1): 1–2

Plasma S/D

Plasma S / D (Solvens / Detergens) ist frisch gefrorenes Plasma (FFP) mit einem hohen Maß an Sicherheit, da es mit Solvens / Detergens behandelt wurde, um viele Viren zu zerstören oder zu inaktivieren. Es wird in der Intensivpflege für die gleichen Indikationen von FFP verwendet:

  • Komplexer Mangel an Gerinnungsfaktoren wie Verbrauchskoagulopathien (disseminierte intravasale Koagulopathie - DIC) oder Koagulopathien aufgrund schweren Leberversagens oder massiver Transfusionen.
  • Ersatztherapie bei  einem Mangel an Koagulationsfaktoren; bei Notfällen, wenn das Konzentrat für einen spezifischen Koagulationsfaktor nicht verfügbar ist, z.B. Faktor V oder Faktor XI; oder wenn es nicht möglich ist, den spezifischen Faktormangel zu bestimmen.
  • Auflösung der fibrinolytischen Aktivität sowie rasche Auflösung der Wirkung oraler Antikoagulantien, wenn Vitamin K bei Leberinsuffizienz oder Notsituationen unzureichend wirkt.

Referenz:
Debora Lepri. Utilizzo clinico di plasma virus-inattivato. Recenti Progressi in Medicina, 104 2 (1), Marzo 2013

Erregersicherheit

Sicheres Blut ist entscheidend für die Verbesserung der Patientenergebnisse. Aber das anhaltende Risiko von transfusionsassoziierten Infektionen (TTI) durch Bakterien und sich entwickelnde Krankheitserreger sowie Blutmangel haben die globale Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Sicherheit und Verfügbarkeit von Blut gelenkt.

Um das Risiko von Transfusionsinfektionen zu minimieren und mehr Sicherheit für die Patienten zu gewährleisten, wurden Technologie zur Inaktivierung von Krankheitserregern entwickelt.

Das INTERCEPT Blood System ist eine Technologie zur breiten Inaktivierung von Viren, Bakterien, Protozoen und weißen Blutkörperchen in Plasma und Blutplättchen, die zur Transfusion bestimmt sind. Das INTERCEPT Blood System deaktiviert Krankheitserreger und weiße Blutkörperchen effektiv mit einem Photosensibilisator und UVA-Licht, um die Replikation und Transkription von Krankheitserregern gezielt und spezifisch zu verhindern und gleichzeitig die klinische Wirksamkeit der Blutkomponenten zu erhalten. Es hat eine breite Inaktivierungskapazität bei gleichzeitig hohem Wirkungsgrad. Mehrere Studien bestätigten, dass die Technologie für den Transfusionsempfänger ungiftig ist und eine sehr hohe Sicherheit aufweist.

Eine Vielzahl von klinischen Studien ergab, dass mit dem INTERCEPT Blood System behandelte Blutplättchen und Plasma im Vergleich zu unbehandelten Blutkomponenten sicher und wirksam sind.

Es konnte gezeigt werden, dass der langfristige Einsatz des INTERCEPT Blood System die Häufigkeit von septischen Transfusionsreaktionen und die Übertragung von transfusionsübertragenen Krankheitserregern signifikant reduziert. Aufgrund ihrer Fähigkeit, weiße Blutkörperchen zu inaktivieren, ist die Technologie auch für den Ersatz von Gammabestrahlung und CMV-Tests zugelassen, um GvHD- und CMV-Infektionen zu verhindern. Die Inaktivierung der weißen Blutkörperchen trägt auch zur beobachteten Reduzierung der nicht-hämolytischen Transfusionsreaktionen bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das INTERCEPT Blood System eine effiziente Methode ist, um den Empfängern von Blutplättchen und Plasmatransfusionen zusätzliche Sicherheit zu bieten. Es minimiert das wachsende Risiko von Transfusionsinfektionen und deren potenziell tödliche Folgen. Darüber hinaus minimiert es bei immunsupprimierten Empfängern die Risiken von TA-GvHD und trägt zur Reduzierung nicht-hämolytischer Transfusionsreaktionen bei.

 

Referenz:

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