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Blutplasma ist der Rohstoff, mit dem alle Aktivitäten bei Kedrion beginnen. Ohne Plasma können wir weder den Menschen helfen noch sie beschäftigen. Unsere Haupttätigkeiten bewegen sich entlang des Weges, den das Blutplasma vom Spender zum Empfänger nimmt. In der gesamten Ablaufkette werden die höchsten Gesundheits- und Sicherheitsstandards eingehalten.

Kedrion hat vier Produktionsstätten: zwei in Italien (Bolognana, Lucca und Sant’Antimo, Neapel), eines in Ungarn (Gödöllő, Budapest) und eines in den USA (Melville, NY).

 

Sammeln von Blutplasma

Wir erhalten Plasma auf verschiedene Weise. In Italien wird Blutplasma im Rahmen des staatlichen Gesundheitswesens in Zusammenarbeit mit Spenderorganisationen gespendet. In Deutschland, Ungarn und den Vereinigten Staaten haben wir eigene Plasmaspendenzentren. Wir kaufen auch Plasma von anderen Firmen  dazu.

Fraktionierung

Plasma setzt sich aus zahlreichen Bestandteilen zusammen, die voneinander getrennt werden müssen, um jene therapeutischen Produkte herstellen zu können, die bei vielen schweren und oft seltenen Erkrankungen eingesetzt werden. Das Verfahren, mit dem diese Bestandteile getrennt werden, nennt man Fraktionierung.

Produktion

Sobald die verschiedenen Plasmabestandteile getrennt sind, werden sie zur Herstellung therapeutischer Produkte für eine Reihe von Krankheiten wie Hämophilie und Autoimmunerkrankungen weiter verarbeitet. Das geschieht in hochmodernen Anlagen unter ständiger Qualitätskontrolle, die den höchsten internationalen Standards entsprechen bzw. noch darüber hinausgehen. Die Endprodukte werden unter strenger Kontrolle und Sicherheitsvorkehrungen verpackt und zur Auslieferung bereitgestellt. Für diese Endprodukte verfügt Kedrion über Produktionsstätten in Italien, Ungarn und USA.

Marketing

Die Zahl der Menschen, die plasmabasierte Therapien benötigen, ist beträchtlich und übersteigt die derzeitigen Lieferkapazitäten unserer Branche. Trotzdem ist es für Patienten und für die behandelnden Ärzte erforderlich zu wissen, welche Produkte es gibt. Die Marketingabteilung ist daher vor allem für die Aufklärung und Pflege enger Kontakt mit Behörden weltweit zuständig.

Vertrieb

Der Vertrieb von Plasmaprodukten ist nicht einfach. Sie müssen unter strenger Kontrolle und Umweltauflagen verpackt und versandt werden. Für diese Abläufe verlangt und vermittelt Kedrion eine umfassende Ausbildung und gibt seine Expertise an Partnersysteme weiter. Kedrion garantiert die ordnungsgemäße Handhabung und Sicherheit seiner vertraglich gelieferten Produkte.

 

Forschung & Entwicklung

Den Weg vom Plasmaspender zum Produktempfänger säumen Forschungs- und Entwicklungsprozesse. Von der präklinischen und klinischen Erforschung neuer Therapien bis zum ständigen Bemühen um Effizienzsteigerung bei der Herstellung bestehender Produkte zielt letztlich alles darauf ab, jenen Menschen zu helfen, die Plasmaprodukte brauchen. Mit globaler Qualitätssicherung wird fortlaufend daran gearbeitet, die Qualität und Sicherheit der Produkte unter Einbeziehung von Informationen aus Pharmakovigilanz-Protokollen zu garantieren.   

Entwicklung von Orphan Drugs. Einige der seltenen Krankheiten werden oft auch als „Orphan“-Krankheiten bezeichnet, da sich kein pharmazeutisches Unternehmen um sie kümmert und sie somit „verwaist“ (Orphan = engl.: „Waise“) bleiben. In ihrem Fall können die Kosten für Forschung und Entwicklung nicht durch potenzielle Umsätze wettgemacht werden. Der Terminus wird je nach Land unterschiedlich definiert, doch haben zahlreiche Staaten bereits Maßnahmen eingeführt, um die Entwicklung von speziell für diese Krankheiten geeignete Arzneimittel („Orphan Drugs“) voranzutreiben. Für Kedrion ist das Bemühen um Orphan-Krankheiten sowohl Herausforderung als auch Chance. Die finanzielle Herausforderung wird ausgeglichen durch die Chance, unsere Ideale zu verwirklichen, das Zusammenspiel zwischen Forschungs- und Geschäftswelt zu fördern und als Inspiration für eine globale Vision zu dienen. Mit Unterstützung der Stiftung Toscana Life Sciences und der Region Toskana hat Kedrion ein Forschungslabor für plasmabasierte Orphan Drugs eingerichtet.